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Verarbeitungshinweise

Verarbeitungstemperatur:
Falls Sie bei Temperaturen unter 15° C arbeiten verlängern sich die Verarbeitungszeiten nach folgender Faustregel:
Bei 10° C Temperaturerniedrigung verlängert sich die Verarbeitungszeit und die Aushärtzeiten um das Doppelte. Bei 10° C Temperaturerhöhung halbieren sich die Verarbeitungszeit und die Aushärtung (bezogen auf 20° C). Bei einer Verarbeitungstemperatur von 40° C steht damit nur noch ein viertel der Verarbeitungszeit zur Verfügung!
Bei Verarbeitungstemperaturen unter 10° C tritt häufig das Problem der "Aminrötebildung" auf. Ein Prozess, der dadurch zustande kommt, dass der Härter statt mit dem Harz nun auch mit dem CO2 der Atmosphäre reagiert. Dieses  führt zu wachsartigen, zum Teil gefärbten Oberflächen, die ein Aufbringen einer zweiten Schicht ohne Zwischenschliff nicht mehr ermöglichen. Die wachsartige Schicht wirkt wie ein Trennmittel und muss sorgfältig vor dem Überlaminieren entfernt werden.
 
Luftfeuchtigkeit:
Vermeiden Sie bitte unbedingt, feuchte Untergründe, die Kondensation von Luftfeuchtigkeit auf dem noch nicht gehärtetem Epoxysystem oder Nebelkontakt. Die Restfeuchte von Holz sollte unter 18 % besser unter 14 % liegen.
 
Mischungsverhältnis:
Beachten Sie bitte unbedingt die vorgegebenen Mischungsverhältnisse. Es sind Gewichtsverhältnisse die aber in etwa auch den Volumenverhältnissen entsprechen. Den technischen Daten unter www.kurolon.de können Sie auch die Dichten (g/ml) entnehmen und die Gewichtsverhältnisse in exakte Volumenverhältnisse umrechnen. Als Faustregel kann man sagen, dass ein Mischungsfehler von 5% sich noch nicht wesentlich auf die Endeigenschaften des Epoxysystems auswirkt. Ein zu hoher Anteil des Harzes ist dabei weniger kritisch als ein zu hoher Anteil des Härters. Wichtig ist in jedem Fall die optimale Durchmischung von Harz und Härter. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- zuerst das Harz abwiegen
- dann den Härter dazu wiegen
- alles solange durchmischen und wiederholt von den Wandungen des Gefäßes abstreifen, bis keine Schlieren mehr zu erkennen sind.
- füllen Sie diese Mischung in ein zweites Gefäß und mischen nochmals intensiv durch.
Durch das so genannte "Umtopfen" vermeidet man Probleme, die durch eine unzureichende Durchmischung an den Wandungen des 1. Gefäßes entstehen können. Ohne "Umtopfen" kommt es häufig dazu, dass gerade mit der Verarbeitung der Reste von den Wandungen Harz benutzt wird, welches zu wenig Härter enthält. Die Folge sind klebrige nicht aushärtende Oberflächen. Dies ist der Hauptfehler in der Epoxidharzverarbeitung.

Hinweise:
Die vermehrte Zugabe eines Härters führt nicht zu einer Beschleunigung der Aushärtung! Es verschlechtern sich aber die mechanischen und chemischen Eigenschaften des Epoxysystems!
Tragen Sie bitte bei der Verarbeitung Handschuhe. Die Härter sind starke alkalische Substanzen mit ätzenden Eigenschaften. Der Hautkontakt mit Epoxidharzen sollte unbedingt vermieden werden, um einer allergischen Reaktion der Haut oder einer Sensibilisierung vorzubeugen.
Reinigen Sie niemals verschmutzte Hautstellen mit Aceton. Das Aceton sorgt nur dafür, dass Sie ihren natürlichen Schutzfilm der Haut zerstören und das Harz und der Härter tiefer in die Haut eindringen können. Es ist wesentlich sinnvoller die betroffenen Hautstellen mit einer handelsüblichen Handwaschpaste mit Putzkörpern und reichlich Wasser zu reinigen.
Tipps:
Verwenden Sie zum Anrühren einfach einen Pappbecher. Geben Sie zum Laminieren das Harz in eine flache Malerwanne. In dieser Wanne kann das Harz / Härtergemisch die Reaktionswärme besser an die Umgebung abgeben und die Verarbeitungszeit verlängert sich. Wenn Sie einige Stücke doppelseitiges Klebeband in die Wanne kleben und darauf eine stabile Folie kleben, können Sie ausgehärtete Harzreste einfacher mit dem Folienstück entfernen. Und schon ist die Wanne für einen zweiten Einsatz bereit.
Bei kleineren Laminierarbeiten können Sie statt mit einer Entlüftungsrolle auch mit einer Microfaser Rolle arbeiten (Samt-Rolle).
Geben Sie Stellmittel oder Farbpasten erst zu einer fertig durchmischen Harz/Härter Mischung dazu. Benutzen Sie für angedicktes Harz einen Plastikbeutel mit abgeschnittener Spitze als Spritzbeutel um das System in eine Hohlkehle aufzutragen oder Klebepunkte zu setzen. Verwenden Sie ein Reststück eines 3/4 Zoll Schlauches um damit die Hohlkehle auszuformen und nehmen Sie die noch nicht ausgehärteten Überstände mit einem Spachtel ab.
Reinigen Sie Arbeitsgeräte mit Spiritur oder Aceton aber vermeiden Sie unbedingt den Haut und Augenkontakt.
Verwenden Sie kein Aceton zum Verdünnen des Harz/Härter Gemisches, sondern setzen Sie dazu unseren Verdünner V70 ein.
 
Richtiger Einsatz des Verdünner V70 
Dieser Verdünner ist ein lösemittelfreies sehr dünnflüssiges Harzsystem. Ersetzen Sie einfach den entsprechenden Harzanteil durch diesen Verdünner.
Rechenbeispiel:
 
Ohne Verdünner
            Harz    / Härter
            100      / 50
Mit 20 % Harz Ersatz durch V70
            Harz    / Härter           / Verdünner V70
            80        / 50                  / 20
 
 
Untergrundvorbereitung:
Um eine optimale Haftung des Epoxidharzes zu gewährleisten, muss der Untergrund trocken, sauber, fett- und silikonfrei und angeraut sein.
Wir empfehlen, die zu behandelnde Oberfläche mit Aceton oder Ethanol zu entfetten und bevor das Lösungsmittel trocknet, mit einem Papiertuch nachzureiben. Die Reinigung sollte vor dem Anschleifen erfolgen, damit Verunreinigungen nicht in die Oberfläche eingeschliffen werden.
Falls notwendig, können Sie die Trocknung mit einer Heißluftpistole, Föhn oder Wärmelampe beschleunigen. Sie sollten nur darauf achten, dass es nicht zur Kondensation an der Oberfläche kommt, falls Sie draußen oder bei wechselnder Temperatur arbeiten.
Nichtporöse Oberflächen müssen angeschliffen werden. Danach muss die Oberfläche vom Schleifstaub befreit werden. Wenn eine erste Epoxidschicht in weniger als sechs Stunden überlaminiert wird, kann auf einen Zwischenschliff verzichtet werden.
Bei einigen Holzsorten mit einem hohen Anteil an Gerbsäuren kann es zu Haftungsproblemen kommen.
 
Schichtweises Arbeiten:
Wenn Epoxidharz in mehreren Schichten aufgebracht wird, kann auf das Anschleifen verzichtet werden, solange die vorherige Harzschicht noch nicht vollständig ausgehärtet ist. Dies kann in der Regel noch etwa 6 Stunden nach der Verarbeitung erfolgen. Die beste Verbindung kommt zustande, wenn nass in nass gearbeitet wird. Die vorige Schicht sollte noch eine leicht klebrige Oberfläche zeigen (Fingerabdruck).
Die Verwendung von Abreißgewebe ist möglich, bei sachgemäßem Einsatz des Epoxys aber in der Regel nicht nötig.
 
Die Gefahr der Bildung von „Aminröte“ kann vermieden werden, wenn:
 
  1. bei Temperaturen über 20° C gearbeitet wird.
  2. der Härter nicht im Überschuss eingesetzt wird.
 
Falls eine wachsartige „Aminröte“-Schicht entstanden sein sollte, so ist diese mit Seifenlauge abzuwaschen und anschließend anzuschleifen. Wird dies nicht durchgeführt, so besteht die Gefahr der Delaminierung.
 
 
Restfeuchte von Holz
Beim Verkleben von Holz sollte das Holz eine Restfeuchtigkeit von unter 20 % haben.
Vollständig beschichtetes Holz weist im langfristigen Mittel eine Restfeuchte von 8,5-12,5 % auf.
Holz, welches ständig mit Wasser in Berührung kommt, braucht mindestens zwei Lagen Epoxidharz als Wassersperre. Dieses ist nur ein Anhaltspunkt und hängt sehr stark von den verarbeiteten Schichtstärken ab und ob mit Glasseidengewebe gearbeitet wurde. Bei der Verwendung von Glasseidengewebe sollte unbedingt ein Deckanstrich aus Epoxidharz aufgetragen werden. Es ist sehr hilfreich, dazu das Epoxidharz mit einem unserer Farbpasten einzufärben. So erkennen Sie, ob alle Teile beschichtet wurden.
 
 
Werkzeugreinigung:
Pinsel, Spachtel und andere Werkzeuge können mit Aceton oder Spiritus von nicht ausgehärtetem Epoxidharz gereinigt werden. Ausgehärtetes Epoxidharz lässt sich nur mechanisch durch Schleifen o.ä. entfernen.
 
Verarbeitungszeit und Temperatur:
Wärmebehandlung
Um der Oberfläche einen guten Verlauf zu geben und Luftblasen zum Zerplatzen zu bringen, kann man einen Heißluftföhn oder eine Lötlampe einsetzen. Es ist aber zu beachten, dass bei zu langer Wärmebehandlung die Aushärtung und damit auch die Bildung von Reaktionswärme derart beschleunigt wird, dass es zu einer unkontrollierten Aushärtung kommen kann. Diese Gefahr ist bei dicken Schichten ab 0,5 cm Schichtstärke eher gegeben als bei dünnen Schichten.
 
Stellmittel/Untergrund
Wird der Harz/Härtermischung ein Stellmittel zugegeben oder wird die Harz/Härtermischung auf Isolierschaum verarbeitet, so kann sich die Aushärtezeit verkürzen. Im ersten Fall führen Lufteinschlüsse, im zweiten Fall der Isolierschaum dazu, dass Reaktionswärme nicht abgeführt werden kann und die Aushärtung damit beschleunigt wird.

Oberfläche
Wir empfehlen, die Harz/Härtermischung nach dem Durchmischen aus dem Rührbehälter in eine flache Malerwanne zu überführen und dort nochmals kurz durchzurühren. In dieser flachen Wanne kann das System kontinuierlich über die große Oberfläche Reaktionswärme abgeben. Damit lässt sich die "Topfzeit" oder besser gesagt die Verarbeitungszeit deutlich verlängern. Um die Wanne mehrfach benutzen zu können, kann diese mit doppelseitigem Klebeband und stabiler Baufolie ausgeschlagen werden. Nach dem Erhärten der Reste wird die Folie ausgetauscht, und die Wanne kann so mehrfach benutzt werden.
 
Die beste Verarbeitungstemperatur liegt zwischen 20° C und 30° C. Unter 15° C verläuft die Härtung verlangsamt, bei 10° C verläuft sie sehr langsam und kommt bei noch niedrigeren Temperaturen < 5°C praktisch zum Stillstand.
Sollte die Temperatur des Harzes im Mischgefäß auf über 40° C ansteigen, kann die Mischung für hochwertige Laminate nicht mehr verwendet werden, da eine gleichmäßige Laminatherstellung nicht mehr gewährleistet ist. Aus diesem Grund sollten größere Ansätze nach dem Mischen in flache Gefäße (Ausrollwanne) umgefüllt werden.
Die relative Luftfeuchtigkeit sollte unter 70% liegen.
Hohe Temperaturen beschleunigen und niedrige Temperaturen verzögern die Härtung. Bei einer Erwärmung um 10° C steht nur noch die halbe Verarbeitungszeit und bei einer Verringerung der Temperatur um 10° C steht die doppelte Verarbeitungszeit zur Verfügung. Im gleichen Maße ändern sich die Aushärtezeiten.
Sie können das Harz auch mit einer Heißluftpistole, einem Föhn oder einer Wärmelampe erwärmen, aber die Temperatur sollte 50°C nicht überschreiten.
 
Niedrigen Temperaturen
Bei der Verarbeitung bei sehr niedrigen Temperaturen (unter 10° C) treten verschiedene Probleme auf. Wann immer es möglich ist, sollte eine Verarbeitungstemperatur von über 15° C angestrebt werden.
Durch die sehr hohe Viskosität des Harzes bei niedrigen Temperaturen ist eine schnelle und gleichmäßige Tränkung von Glasgeweben erschwert. Harz und Härter sollten daher vor der Verarbeitung in einem warmen Raum gelagert und in kleinen Mengen angemischt werden, um so eine zu hohe Viskosität zu vermeiden.
Durch die sehr lange Härtungszeit bei geringen Temperaturen besteht die Gefahr, dass der Härter mit Luftfeuchtigkeit und CO2 reagiert, so dass die Härtung gestört wird. Da diese Effekte von der Größe der Kontaktfläche zwischen Epoxidharz und Luft abhängig sind, wird von Beschichtungen bei Temperaturen unter 15° C abgeraten. Bei Verklebungen ist die Harzoberfläche in aller Regel recht klein, so dass die Gefahr von Störungen der Härtung geringer ist.
Feuchte Untergründe führen zu Härtungs- und Haftungsproblemen und somit zu Qualitätseinbußen.
 
Verarbeitungszeiten bei Raumtemperatur
Härter
Topfzeit
Verarbeitungszeit
A-20
30 min
45 min
A-30
50 min
80 min
A-40
120 min
200 min
 
Mischen nach Volumen oder Gewicht

Komponente
Gewicht (g)
Volumen (ml)
System 1 (EP 100 : A 20)
1 kg : 443 g
854 ml : 438 ml
System 2 (EP 100 : A 30)
1 kg : 509 g
845 ml : 519 ml
System 3 (EP 100 : A 40)
1 kg : 415 g
845 ml : 432 ml
System 4 (EP 106 : A 30)
1 kg : 509 g
859 ml : 519 ml
System 5 (EP 106 : A 40)
1 kg : 415 g
859 ml : 432 ml
System 6 (EP 112 : A 40)
1 kg : 415 g
863 ml : 432 ml
 
 
 
 
 
 
 
 

Allgemeines zum Mischen
Rühren Sie das Harz und den Härter am besten in einem sauberen Plastik-, Metall- oder Wachspapierbecher an. Glas- und Schaumbehälter sind wegen der exothermen Reaktionshitze ungeeignet.
Das Mischungsverhältnis muss so genau wie möglich eingehalten werden, um eine optimale Härtung zu ermöglichen. Um dieses zu erreichen, muss der Härter dem Harz im selben Gefäß zugewogen werden. Im Zweifelsfall oder bei ungenauer Wägung sollte eher ein kleiner Überschuss an Harz verwendet werden.
 
Wenn Sie ein fertiges System kaufen, werden Harz und Härter in dem richtigen Verhältnis geliefert und Sie brauchen nur die beiden Komponenten zu mischen!
Mengen ab ca. 50 g werden am besten mit einer elektronischen Waage mit Zuwiegemöglichkeit (z.B. Briefwaage) abgemessen. Kleinere Mengen können nicht genau genug abgewogen werden und werden daher am besten mit Einwegspritzen nach Volumen abgemessen.
Für unsere Systeme ist es genau genug, wenn Sie Volumen- und Gewichtsverhältnisse gleichsetzen.
Eine höhere Härtermenge als vorgeschrieben ergibt keine schnellere Härtung, sondern nur eine Verschlechterung der Eigenschaften des Produktes!
Harz und Härter müssen sorgfältig vermischt werden. Mengen bis ca. 500 g werden am besten von Hand mit einem Rührholz vermischt. Dabei sollten der Boden und die Seitenwände des Gefäßes regelmäßig mit dem Rührholz abgestreift werden. Größere Ansätze müssen mit Mischpropeller und Bohrmaschine vermischt werden. Auch dabei sollten der Boden und die Seitenwände regelmäßig abgestreift werden.
Nachdem Harz und Härter gründlich miteinander vermischt wurden, können Additive, Pigmente/Farbpasten oder Füllstoffe untergerührt werden.
Es sollte unbedingt nach der Durchmischung ein Umfüllen in ein zweites Gefäß oder besser in eine flache Wanne erfolgen. Nur dadurch ist gewährleistet, dass Sie nicht Harzteile verwenden, die am Rand des ersten Mischbehälters zu wenig Härter enthalten. Eine flache Malerwanne kann mit doppelseitigem Klebeband versehen werden, auf das man dann stabile Baufolie klebt. Nach dem Aushärten von Harzresten kann diese Folie einfach entfernt werden und die Wanne steht wieder zur Verfügung.
Auch das Mischungsverhältnis nicht optimal eingehalten wird, werden dennoch hohe Festigkeiten unserer Epoxidharze erreicht, wenn der Mischungsfehler weniger als 5 % beträgt.

In den folgenden Diagrammen wird es einmal grafisch dargestellt, das ein Mischungsfehler keine weitere Bedeutung hat. In den Diagrammen ist die Shore-Härte gegen die Zeit aufgetragen.