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Kleben / Laminieren / Vergießen
 
Kleben mit unserem Basisharz-System
Zusammen mit entsprechenden Füllstoffen lassen sich sehr gute Klebe- und Spachtelmassen mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften für verschiedenste Anwendungen herstellen.
 
Die Oberfläche sollte vorher mit einer Harzmischung ohne Füllstoff eingestrichen werden. Danach muss das angedickte Harz unmittelbar auf die vorgetränkte Fläche aufgebracht werden.
Sie können eine Mischung für beide Schritte verwenden, in dem Sie nachdem Vortränken den Füllstoff in die restliche Menge mischen. Angeschliffene, voll ausgehärtete Harzoberflächen brauchen keine Vortränkung.
Sie können ruhig soviel Harz auftragen, dass es beim Anpressen herausquillt. Als Anpressdruck reicht das, was man mit der Hand erreichen kann.
Wenn Sie ohne Vortränkung arbeiten wollen, sollte das Harz nicht stärker angedickt werden, als zum Füllen der Fuge unbedingt notwendig ist. Denn die Mischung kann besser in die Oberfläche eindringen, je dünner sie ist. Diese Methode sollten Sie jedoch nicht beim Verkleben von Hirnholz verwenden oder wenn die Verbindungen hoch belastet sind.
Bei Bauteilen, die senkrecht aufeinander treffen, sollten Sie eine Spachtelkehle machen. Sie hat die Wirkung einer Schweißraupe und vergrößert die Klebfläche.
Um eine Spachtelkehle zu bekommen, brauchen Sie nur das herausquellende Harz aus einer Fuge in eine Spachtelkehle zu formen anstatt es abzustreifen.
Bei größeren Spachtelkehlen wird die Spachtelmasse sofort nach dem Verkleben aufgebracht. Man kann sie mit einem Rührholz, Kartusche einer Spritze für Vergussmassen oder mit einem an der Ecke abgeschnittenen Gefrierbeutel in die Verbindung einbringen.
Danach wird die Masse mit einem gerundeten Holzspatel oder Schlauchende abgestreift.
Sie können Glasgewebe auflaminieren bevor das Harz aushärtet. Dies ist auch noch später möglich, aber nur nach einem Zwischenschliff.
Für Verklebungen eignet sich am besten das Harz EP-100 in Verbindung mit unserem Stellmittel (Verdicker).
 
Laminieren mit unseren Laminierharzen
 
Beim Laminieren werden mehrere dünne Schichten von Sperrholz, Furnier, Kernmaterial und Gewebe aufeinander gebracht und miteinander verklebt.
Bei großen Flächen eignen sich Rollen am besten zum Auftragen des Harzes. Man kann es aber auch direkt auf die Fläche gießen und mit einer Kunststoffspachtel verteilen. Bei einer angedickten Mischung benutzt man einen Zahnspachtel.
 
Zum Verstärken benutzt man Glasseidengewebe oder –streifen. Dafür gibt es zwei Methoden:
 
1.    Das Gewebe wird in eine nasse Harzschicht eingelegt, bevor dieses aushärtet.
 
Dafür wird das Gewebe vorher angepasst und beschnitten.
Mit einer dicken Lage Harz wird die Oberfläche vorgetränkt.
Danach wird das Gewebe mit auf der Fläche abgerollt und in die richtige Position gebracht. Bei senkrechten Flächen kann man warten, bis das Harz leicht klebrig wird.
Falten sollten mit einer Rolle geglättet werden, indem man die Enden des Gewebes hochnimmt und mit der Rolle von der Mitte zu den Seiten anrollt.
Alle Flächen, die noch weiß (trocken) sind, werden noch mal mit Harz überrollt.
Mit einem Kunststoffspachtel wird das überflüssige Harz abgestreift (damit das Gewebe nicht auf dem Harz schwimmt), in dem man es nach den Seiten wegdrückt.
So können Sie mehrere Lagen Gewebe hintereinander auf die Fläche bringen.
Nach dem die Erst-Härtung erreicht ist, können überstehendes Gewebe und Überlappungen entfernt werden. Das kann man z. B. mit einem Tapetenmesser machen.
 
2.    Das Gewebe wird auf eine trockene Oberfläche aufgelegt, nach dem die Oberfläche vorher angeschliffen wurde.
 
Das Gewebe wird auf die Oberfläche gelegt und mit mehreren Zentimetern Überlappung zurecht geschnitten. Bei einer größeren Fläche mindestens 5 cm. Bei senkrechten Flächen empfiehlt es sich, das Gewebe mit Klebestreifen oder Heftklammern zu befestigen.
Danach mischt man eine kleine Menge Harz an und gießt es auf das Gewebe in den mittleren Bereich. Das Harz wird dann mit einem Spachtel, einer Rolle oder einem Pinsel in die Oberfläche eingearbeitet, von der Mitte zu den Seiten hin. Das Gewebe ist genug durchtränkt, wenn es transparent wird. Sie sollten es vermeiden zu oft über die gleiche Stelle zu streichen, da dadurch kleine Bläschen entstehen.
Weitere Lagen werden in der gleichen Art aufgebracht Besonders trockene Stellen sollten gut getränkt werden.
 
Wenn möglich sollten Sie immer die „nasse Methode“ vorziehen.
 
Aufgrund der geringeren Viskosität eignet sich das Harz EP-106 am besten zum Laminieren. Dadurch werden eine bessere Durchtränkung, eine geringere Oberflächenspannung und eine sehr gute Haftung auf vielen Materialien erzielt. Es werden ausgezeichnete Ergebnisse sowohl zum Tränken von Glas-, Aramid- und Kohlenstofffasern als auch zur Herstellung von dünnen Beschichtungen erzielt.
Bei Einsatz von Gewebelagen werden diese nach Bedarf zugeschnitten und "nass in nass" laminiert.
 
Abschlussarbeiten
Zum Schluss sollte die Oberfläche mit mindestens zwei Lagen beschichtet werden. Falls sie hinterher noch geschliffen werden soll, brauchen Sie drei Lagen. So erreicht man eine ausreichende Dampfsperre. Jede Lage erhöht die Widerstandsfähigkeit. Eine Dicke bis zu sechs Schichten oder 0,5 mm ist sinnvoll. Beim ersten Auftrag sollten Sie aber keine Additive oder Pigmente/Pasten beigeben. Auch das Beimischen von Lösungsmitteln können wir nicht empfehlen.
 
Vergießen
Bevor der Gießprozess beginnen kann, ist die gereinigte und zusammengebaute Form mit einem Trennmittel einzureiben (mehr dazu finden Sie unter „Trennmittel).
Beim Vergießen sollte man die Gestaltung der Formteile möglichst einfach halten und vor allem Hinterschneidungen, Löcher und Schlitze sowie scharfe Ecken und Kanten vermeiden, da sie das Risiko von Lufteinschlüssen erhöhen.