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Informationen

  1. Welches Harz - welcher Härter 
  2. Das Baukasten System
  3. Die Harze
  4. Klebeharz EP 100
  5. Laminierharz EP 106
  6. Laminier und Gießharz EP 112
  7. Die Härter A 20, A 30 und A 40


1. Welches Harz und welcher Härter ?

Epoxidharze werden vor allem für den anspruchsvollen Bootsbau genutzt, da Harze sowohl leicht als auch sehr verwindungssteif sein müssen.
Mit unseren Harzen kann man Kleben, Laminieren oder auch Hohlräume vergießen oder in Spalten injizieren.
Für die unterschiedlichen Anwendungen stehen drei Harze zur Verfügung, die sich in ihrer Zähflüssigkeit (Viskosität) unterscheiden.
 
Da Epoxid das Holz gegen Wasserangriff schützt, entsteht auch keine Trockenfäule. Die Gefahr kann auch bei älteren Booten durch das Harz verringert werden.  
 
Ein durchgehender Schutz wird durch das vollständige Beschichten des Holzes, sowohl innen als auch außen erreicht.
Alle Bauteile sollten mit mindestens zwei Lagen beschichtet werden. Vor allem beim Bau von neuen Booten ist es recht einfach, da man die Teile vor dem Einbauen behandeln kann. Das ist wichtig, da manche Teile nachher nicht mehr zugänglich sind.
 
Bei einem älteren Boot ist das nur möglich, wenn alle Flächen und Verbindungen zugänglich sind. Sollte dieses nicht gegeben sein,ist vom Beschichten der Innenseiten abzuraten. 
Durch die Stellen, die nicht beschichtet werden können, kann Nässe eindringen. Somit ein idealer Nährboden für Trockenfäule.
 
Das Boot muss vor der Reparatur gut getrocknet und gelüftet werden. Alte Anstriche werden weitestgehend entfernt.
Die Teile sind dimensionsstabil, wenn die Holzfeuchte den Gleichgewichtszustand von 8,5 – 11,5 % erreicht.

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2. Das Baukasten System

Maßgeschneiderte Harz-Härter-Kombinationen für den Bootsbau, Bodenbeschichtungen, Terrarienbau, Modellbau, Formenbau und Behälterbau. 
Jedes Harz kann mit jedem Härter kombiniert werden
Es stehen drei Harze und ein Verdünner zur Verfügung

Epoxysystemübersicht



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Die Harze EP 100,106 und 112

Klebeharz EP 100

Das Harz EP 100 ist unser zähflüssigstes Harz. Es wird in erster Linie zum Verkleben benutzt. In den meisten Fällen wird diesem Harz unser Füllstoff "KUR-ST" (Stellmittel) zugesetzt.

Um eine gute Kontaktfläche herzustellen, ist es sinnvoll ein Klebeharz mit unserem Füllstoff anzudicken.
Wie viel Stellmittel Sie zusetzen hängt von Ihrer Anwendung ab.
 
Für eine dickschichtige Auftragung mit einer Rolle, z.B. um das Unterwasserschiff mit einer Osmosesperrschicht zu versehen, reichen 4-8 % des Stellmttels. Damit erhält man eine nicht tropfende Schicht, die mit einem Japan- oder Gummispachtel sauber geglättet werden kann. Schichtstärken bis zu 3 mm können so problemlos in einem Arbeitsgang erstellt werden.
Das Stellmittel erleichtert auch die mechanische Bearbeitung durch Schleifen, Sägen oder Fräsen.
Um eine Hohlkehle auszubilden, muss der Anteil des Stellmittels erhöht werden. Ab 12 % Stellmittelzusatz wird eine Konsistenz erreicht, die in etwa mit steifer Sahne vergleichbar ist. Dieses angedickte Material kann in einfacher Weise in einem Plastikbeutel, von dem man eine Ecke abgeschnitten hat, wie in einem Spritzbeutel verarbeitet werden. Mit einem Stück Schlauchrest lässt sich einfach und kostengünstig eine gerundete Hohlkehle erstellen.
Zur Herstellung eines Spachtels kann die Menge des Stellmittels noch weiter erhöht werden.
Es wird dann zum Verkleben von Motorfundamenten oder dem kraftschlüssigen Anflanschen eines Kiels am Rumpf eingesetzt.
In der Regel verkürzen sich bei der Verwendung eines Stellmittels die Verarbeitungszeiten.
Wichtig ist, dass zuerst Harz und Härter gut vermischt werden bevor das Stellmittel zugesetzt wird!
Das Harz EP 100 zeichnet sich durch eine große Härte und Druckbeständigkeit aus und übersteht auch Temperaturbelastungen bis 100 °C problemlos.

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Laminierharz EP 106

 
Das Harz EP 106 ist ein mittelviskoses Harz. Es wird in erster Linie zum Laminieren und Versiegeln benutzt. Dieses Harz zeichnet sich dadurch aus, dass es Additive enthält, die folgende besondere Eigenschaften aufzeigen:
 
·         Es benetzt in dünnen Schichten besser den Untergrund
·         Das Entweichen von Luftblasen ist besser möglich
·         Die Haftung auf Polyester/GFK ist sehr gut
·         Es hat ein besseres Durchtränkungsverhalten bei Holz
 
Dieses Harz ist in seiner Zähflüssigkeit so eingestellt, dass es bequem zum Laminieren bei Reparaturarbeiten verwendet werden kann.
Auch Laminierarbeiten an senkrechten Flächen oder über Kopf sind problemlos möglich.
 
Für Neubauten oder das Laminieren von dickeren Geweben, wie z.B. Biaxial- oder Triaxialgeweben empfehlen wir jedoch dieses Harz mit unserem Verdünner V70 zu verflüssigen. Ein Zusatz von 5-8 % sind ausreichend um dann ein Laminierharz zu erhalten, welches schneller verarbeitet werden kann, da es noch bessere Durchtränkungs- und Entlüftungseigenschaften besitzt.
 
Das EP 106 kann aber auch mit unserem Stellmittel angedickt werden um einen Stachtel zu erhalten.

Gegenüber dem EP 100 sind die einzusetzenden Mengen an Stellmittel etwas zu vergrößern.
In vielen Anwendungsfällen stellt das EP 106 ein Universalharz dar.
Es kann zum Laminieren verdünnt oder zum Kleben angedickt werden.
Viele unserer Kunden haben daher dieses Harz als Reparaturharz an Bord.
Die Oberflächenhärte des Harzes entspricht etwa der des EP 100 (Shorhärte D 85).
Die Temperaturbeständigkeit liegt etwas geringer bei ca. 90° C.
Im Gegensatz zum EP 100 sollte dieses Harz nicht unter 12 °C gelagert werden.
Es kann sonst dazu kommen, dass Bestandteile des Harzes fest werden.

Vor der Verarbeitung muss also unbedingt geprüft werden ob das Harz eingetrübt ist.
Wird dies festgestellt, so kann man das gut verschlossene Harzgebinde im Wasserbad bei ca. 50 °C wieder zu einer klaren Lösung verflüssigen.

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Laminier und Gießharz EP 112

Das Harz EP 112 ist ein niedrig viskoses Harz. Es wird in erster Linie zum großflächigen Laminieren und Vergießen
oder Injizieren benutzt.
 
Dieses Harz zeichnet sich dadurch aus, dass es Additive enthält, die folgende besondere Eigenschaften aufweisen: 
 
·         Es durchtränkt den Untergrund
·         Das Entweichen von Luftblasen ist besser möglich
·         Es kann in Schichten vergossen werden
·         Die Haftung auf Polyester/GFK sowie Stahl ist sehr gut
·         Es hat ein besseres Durchtränkunsverhalten bei Holz
·         Ist als Primer für Stahl gut geeignet
 
Dieses Harz ist in seiner Zähflüssigkeit so eingestellt, dass es bequem zum größflächigen Laminieren bei Neubauten
verwendet werden kann. Laminierarbeiten an senkrechten Flächen oder über Kopf sind nur bedingt möglich.
Es ist gut zum Laminieren von dickeren Geweben, wie z.B. Biaxial oder Triaxialgeweben geeignet.
Es sollte nicht weiter verdünnt werden. Das EP 112 kann nur noch bedingt mit unserm Stellmittel angedickt werden.
Es ist insbesondere zum Durchtränken von Hölzern geeignet, die keine ausreichende Tragfestigkeit mehr besitzen (Festigen des Untergrundes).

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Die Härter A 20, A 30 und A 40

Es stehen drei Härter zur Verfügung. Alle Härter können untereinander kombiniert werden:

Härter A 20
Ein Härter mit kurzer Verarbeitungs- und Aushärtungszeit von 10-30 Minuten.
Härter A 30
Ein Härter mit einer mittleren Verarbeitungszeit von 20-40 Minuten.
Härter A 40
Ein Härter mit längerer Verarbeitungszeit von 40-60 Minuten.
Alle Härter sollten in einem Temperaturbereich von 15 - 25 °C eingesetzt werden.
 
Härter
Topfzeit
Verarbeitungszeit
A-20
30 min
45 min
A-30
50 min
80 min
A-40
120 min
200 min